Tipps für den Winterdienst

Schneeräumen unter Gesundheitsaspekten

richtig SchneeschippenSchneeräumen stellt besonders für Hauseigentümer eine unliebsame, aber notwendige Tätigkeit dar, denn es kann für viele Menschen auch gesundheitliche Beschwerden bedeuten. Manschmal treten nach den ersten Schneeräum-Aktionen Verspannungen und Muskelkater auf Grund dieser ungewohnten Tätigkeit auf. Auch der Kreislauf wird dabei sehr beansprucht. Wie bei sportlichen Aktivitäten sollte man sich vor dem Schneeschippen etwas bewegen um die Muskulatur und Kreislauf etwas auf Touren zu bringen.

Mit Spaß dabei
Sehen Sie das Schneeschaufeln als eine Art sportlicher Betätigung an, dann geht es Ihnen leichter von der Hand und Sie starten mit Schwung in den Tag oder liegen abends müde und zufrieden auf dem Sofa. Aber Vorsicht, nicht übertreiben!

Das richtige Werkzeug
Erleichtern Sie sich den Winterdienst durch Arbeitsgeräte mit geringem Gewicht und guter Handhabung. Schwerer wird es durch die Arbeitsdauer und den aufgeladenen Schnee von alleine.

Die richtige Haltung
Arbeiten Sie in einer möglichst aufrechten Haltung. Ergonomische Stiele helfen dabei.Laden Sie nicht zu viel Schnee auf die Schaufel (besonders bei nassem Schnee). Zum Anheben der Schaufel in Schrittstellung gehen und im Rücken gerade bleiben. Beim seitlichen Abkippen ganzen Körper drehen (reduziert Belastung der Wirbelsäule). 

Regelmäßig die Seite wechseln
Vermeiden Sie eine einseitige Belastung der Wirbelsäule. Wechseln Sie öfters die Seite und nehmen Sie die Schneeschaufel auch mal in die andere Hand. Dies ist anfangs ungewohnt aber Ihr Körper wird es Ihnen danken.

Allgemeine Räum- und Streupflicht

Schneeraeumen-EinfahrtDie Schneeräumpflicht ist in Deutschland regional unterschiedlich geregelt. Meist beginnt sie werktags um 7 Uhr und endet um 20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen erst ab 8.00 Uhr oder 9.00 Uhr. 

Gehwege müssen in der Regel auf einer Breite von mind. 1 Meter geräumt werden, sodass zwei Fußgänger aneinander vorbei kommen. Abläufe in die Kanalisation und Hydranten sind ebenfalls von Eis und Schnee freizuhalten.

Ist kein Gehweg vorhanden, so muss auch am Rand der Fahrbahn ein ca. 1 Meter breiten Weg freigeschippt werden. Hat ein Räumfahrzeug den geräumten Bereich zugeschoben, so müssen Sie leider erneut räumen. Die Streufahrzeuge stellen ihre Schaufel nach der Situation vor Ort ein. Dass dabei Schnee auf den geräumten Weg geschoben wird, kann nicht immer verhindert werden.

Übertragung der Räum- und Streupflicht
Grundstückseigentümer sind zum Räumen und Streuen verpflichtet. Bei Berufstätigkeit, Urlaub oder Krankheit ist eine Vertretung zu organisieren. 

Verhältnismäßigkeit der Räum- und Streupflicht
Wenn es ununterbrochen schneit gilt der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Anstatt permanent Schnee räumen zu müssen, kann man abwarten, bis der Schneefall aufgehört hat. 

Einsatz von Streumittel
Streumittel auf der Schneedecke sind weitgehend wirkungslos. Erst räumen, dann streuen (wenn noch erforderlich)! Verwenden Sie bei Eis Streugut, das umweltbewusst und später leicht zu beseitigen ist. Das trifft auf Sand, Splitt, Granulat, Asche oder Sägespäne zu. Salz wird in der Regel nur noch von Kommunen als Streumittel verwendet. Für Privatpersonen kann der Einsatz von Salz verboten sein und wird mit einem Bußgeld belegt. Dies wird in den Verordnungen oder Gesetzen der jeweiligen Kommunen und Städten genau geregelt. Manche Kommunen erlauben den Einsatz von Streusalz in Ausnahmefällen auch für Privatpersonen. Ausnahmen sind meist Treppen und andere kritische Bereiche sowie Blitzeis.

Streusalz und Umweltschutz
Die Verwendung von Streusalz belastet unsere Umwelt. Daher ist Salz als Streumittel nicht gern gesehen und wird wenn möglich durch andere Mittel ersetzt. Salz ist schädlich für Boden, Gewässer, Pflanzen, Tiere, Fahrzeuge und sogar Bauwerke.